blogkrimi2

"Mein lieber Conrnelius! Und das ist alles?"
"Nun, immerhin handelt es sich um das Verschwinden von mittlerweile fünf Blogs"
"Fünf? sagten Sie nicht am Telefon, es wären nur vier?"
"Ja Magister, aber während Sie anreisten, verschwand noch einer. Und dieses Mal direkt am Marktplatz, Mitten in der Nacht!"
"So, so!"
"Magister?"
"Das Ganze beginnt langsam obskur zu werden. Es wird Zeit diesem Unfug zu bereiten."
"Eben deshalb habe ich Sie ja angerufen und um Hilfe gebeten! ich dachte mir, wenn uns einer helfen kann, dann der große Magister Salerino Maleviel, der schon...."
"Ja, ja, schon gut Cornelius! ich merke, sie haben in den letzten Jahren nicht viel von ihrer blumigen Ausdrucksweise verloren."
"Ähmm.... ja, das ist wohl wahr, aber ...."
"Ja?"
"Nun wissen Sie Magister, die Leute hier in Kleinbloggersdorf sind...sagen wir mal... manchmal ganz schön konservativ und daher hielt ich es für sichtig..."
"Ihnen von Ihrem Vorleben nicht zu berichten, es zu verschwiegen?"
"Hmmm... ja, schon. Aber das hat natürlich gar nichts damit zu tun, dass ich mich nicht rühmen würde, der Assistent des berühmten,des sagenhaften unvergleichlichen Salerino Maleviel gewesen zu sein."
"Das wäre ja auch noch schöner! Eilen Sie, uns bleibt wenig Zeit!"

Während also Cornelius Humblebie, der rasende Reporter des Kleinbloggersdorfer Stadtboten, den großen Kriminologen und Spurenleser Salerino Maleviel begrüßte, versuchte an anderer Stelle Dirpet einem eher skeptisch dreinblickenden Plumpaquatsch eine Aufgabe schmackhaft zu machen.

"Aber wenn ichs Dir doch sage! Er hat zu mir gesagt, dieser Male...dingsda wird seine Hilfe brauchen und daher kann er im Moment die Zeitung nicht weiter herausgeben. Also habe ich mir überlegt, das Du das doch gut könntest!"
Plumpaquatsch schüttelte den Kopf und wies auf einen Raum voller Bücherkisten.
"Du weißt doch, dass ich meine Bibliothek hier habe und sieh mal wie viele neue Bücher gekommen sind, um die ich mich kümmern muss! Außerdem halte ich nicht viel von dieser art von Trivialjournalismus, das weißt Du doch!"

Dirpet seufzte. In der Stadt verschwanden weiterhin Blogs plötzlich und unerwartet, der Bürgermeister und der Kommissario waren weiterhin auf einer Weltreise und nun stand sogar ds erscheinen der Zeitung auf dem Spiel.

"Du weißt was geschieht wenn morgen früh keine Zeitungen erscheinen. Die Panik wird noch größer, die Leute werden unruhiger und zum Bücherlesen hat dann auch keiner mehr Zeit. Es muss etwas geschehen. Und denk nur daran,was erst passiert, wenn übermorgen Frau LittleLilly und die Besucherin keine neue Bingozahlen in der Zeitung finden. Willst DU ihnen das dann erklären?"

Plumpaquatsch schüttelte resigniert den Kopf. So mutig war er dann doch nicht und er erinnerte sich an das Versehen mit den Bingozahlen im letzten Jahr. Nein, solch ein Drama durfte sich nicht wiederholen!

"Aber ich kann nur schreiben, doch ohne Fotos taugt das beste Zeitungsblatt heutzutage nichts mehr", versuchte er sich ein letztes mal herauszuwinden.
Dirpet lächelte.
"Och darum mach Dir mal keine Sorgen. ich weiß nicht wie, aber es hat sich herumgesprochen und draußen vor der Tür stehen gleich drei Fotografen, die sich freiwillig abwechselnd darum kümmern werden.
"Draußen vor der Tür?", murmelte Plumpaquatsch und schritt zur Eingangstür der Bibliothek. Im Hintergrund hörte er noch ein aufgeregtes "Halt, nicht aufmachen!" von Dirpet, doch da war es schon zu spät! Er öffnete die Tür und ein Blitzlichtgewitter ließ ihn zurücktaumeln und sich den Kopf stoßen. Er fluchte und Dirpet rannte herbei.
Die drei Fotografen standen, mit den Kameras im Anschlag fröhlich lachend vor der Tür.
"Ich habe doch gesagt, hier noch nicht!", brummte Dirpet und führte den noch Blitzlichtblinden Plumpaquatsch zum Sessel.
"Wer um alles in der Bloggerwelt war das denn?", fragte dieser entsetzt.
"Och, das sind die Freiwilligen Fotografen! Repuhan, Töpferschnecke und Lordkev. Ein wenig übermotiviert, wenn Du mich fragst, aber sehr einsatzbereit."
Plumpaquatsch schüttelte nur seinen schmerzenden Kopf.
"Na das kann ja was geben", murmelte er skeptisch.

Fortsetzung folgt