Schaut man sich die Neuerscheinungen der Web2.0-Seiten an, dann ist das derzeit schon ein rechtes Trauerspiel. Die x-te Plattform zum Sammeln und Teilen von Bookmarks, die hundertste Community zum Videosharing und noch zwei Dutzend Wir-bewerten-alles Anlaufstellen...

Richtig viel neues gibt es nicht mehr zu vermelden, der Markt scheint gesättigt, denn viele der neuen Start-Ups dümpeln nur so vor sich hin. Weshalb dann Unerschrockene trotzdem mit dem x-ten Clone eines Clones noch auf den markt drängen, bleibt mir ein Rätsel.

Längst hat die Flurbereinigung begonnen und was als das Ende des web2.0 Zeitalters beklagt und beschworen wird, ist letztlich nicht viel anderes als eine Gesundschrumpfung.

Wieviel Community braucht der Mensch?

Die Frage stellte ich schon vor Monaten es zeigt sich nach und nach, das man eben nicht aus einem unerschöpflichen Userpool fischen kann, sondern seine User hart erkämpfen muss.

Was fehlt, sind frische neue Ideen. Anregungen gibt es genug, doch scheinbar geht man lieber auf Nummer sicher und baut nach bewährtem Prinzip wieder eine neue Community auf. Das Ende vom Lied ist dann , weil sich der Web2.0 Style so schön durchgesetzt hat, dass die Seiten nicht nur inhaltlich sich immer mehr ähneln, sondern auch optisch oft im Einheitsbrei verschwinden.

Während die einen noch schier endlos über Web2.0 philosophieren und eine ganze Vortragskultur damit begründen, haben andere schon längst ihre Sachen gepackt und sich auf dem Weg gemacht... Wohin? Web 3.0 kann allein nicht die Antwort sein.