Ein gutes Zeichen in Richtung Offenheit und Fortschritt, so kommentierte ein Medienbeobachter die Ankündigung des NDR, eine Auswahl seiner Beiträge ab dem 21. November 07 unter einer Creative Commons Lizenz im Internet zur Verfügung zustellen.

Genauer gesagt, der NDR stellt Teile seines Medien-Magazins Zapp und der Satire-Sendung Extra 3 unter einer eingeschränkten Nutzungslizenz ins Internet. Diese Lizenz beinhaltet eine Einbindung des Videomaterials auf nichtkommerziellen Seiten, wie z.B. Homepages und Blogs.
Daran sind folgende Bedingungen geknüpft:

  • Der NDR muss als Urheber genannt werden
  • eine kommerzielle Nutzung der Inhalte oder eine Bearbeitung ist nicht erlaubt.
Den Entschluss dazu begründete NDR Intendant Prof. Jobst Plog mit dem Hinweis darauf, dass die Inhalte ja bereits durch die Gebühren der Zuschauer bezahlt sein und so einer unentgeltlichen Nutzung nichts im Wege stehe.

Die privaten Fernsehanstalten sehen dererlei Handlung  dagegen skeptisch. Unlängst erst wollten RTL & CO prüfen, ob man nicht gegen ZDF-Mediathek und andere Angebote vorgehen solle, da dies eine eigene kommerzuielle Vermarktung von Onlineangeboten entgegen spreche.

Den Zuschauern wiederum scheint das Angebot vom NDR noch nicht weit genug zu gehen. Ersten Reaktionen auf Golem zu Folge, wünsche man sich noch mehr Sendevielfalt auch im Netz.